Nemo, Dori & die Kettensägenattacke

Rastplatz im Wald in der Nähe von Airlie Beach, Australien. Ich muss zugeben, grad musste ich weinen. Also so richtig. Warum? Wegen Diggy. Es ist 7 Uhr morgens, ich sitze hier im Wald an der Ostküste Australiens, neben mir fließt ein tolles Bächlein (Boulders Creek; hoffentlich ohne Krokos) vorbei, Diggy und Rex laufen durch die Gegend und ich lausche den Tiergeräuschen. Es ist schön. Es ist heiß. Heute ist der 6. Dezember – Nikolaus. Vorweihnachtszeit bei 40 Grad? Ungewohnt, aber hat was…

Days travelled: 95
Distance travelled by car: 28.983 (13.846 km in Australia)
Beds I slept in: 31 (includes cars & campers)
Countries: 5

Outback und Ostküste
Outback und Ostküste

Krass, wie schnell die Zeit vergeht. Heute auf den Tag genau sind wir drei Monate unterwegs. Drei Monate, in denen wir schon so unglaublich viel gesehen und erlebt haben. Drei Monate, in denen wir uns gegenseitig und vor allem uns selbst extrem gut kennengelernt haben. Seit 5 Wochen hab ich mich kein einziges Mal mehr geschminkt. Ich dusche im Bikini unter einem Rasensprenger, oder aber gleich im Regen. Ja, genau – im Regen. Eines Morgens im outback regnete es plötzlich super stark. Naja, da dort ja nicht wirklich viel los ist, haben wir uns kurzerhand nackig gemacht und uns im Regen geduscht. Auf einem Rastplatz. Zwischen Kuh und Känguru 🙂 Und wenn’s mal 5 Tage lang keine Dusche gibt, überleb ich das auch. Ich campe seit 5 Wochen. Vor 5 Wochen noch hatte ich eine kleine Krise, weil ich dachte, ich pack dieses Camping-Leben nicht. Mittlerweile find ich es einfach nur noch geil. Es ist geil. Es macht Spaß. All unser Hab und Gut haben wir in unserem Abraham. Wir halten abends und schlafen einfach. Ohne lästiges Hostel-Gesuche… Wir lernen andere Camper kennen. Wir leben in der Natur. Und das ist toll… Ich hab also eine neue Kathi kennengelernt. Die Kathi, die Camping liebt.

Und weil heute ein besonderer Tag ist, gibt’s heute auch noch ein Festmahl: Paniertes Hühnchen-Schnitzel mit Käse drinn (also Cordonbleu-Art), Nudeln, Tomatensoße und Salat. Und dazu ein eisgekühltes Getränk. Wir mopsen einfach ein paar Eiswürfel aus unserer Kühlbox. Ausnahmsweise 😉 Normalerweise gibt’s warmes Wasser, oder aber Wasser, das durch die Klima im Auto gekühlt wird. Das Eis brauchen wir schließlich, um unsere Wurst und den Käse zu kühlen! 😉 Alle 2-3 Tage brauchen wir spätestens einen neuen Sack, sonst ist unsere Kühlkette unterbrochen, oder das Essen schwimmt – wie schon das ein oder andere Mal – im geschmolzenen Eis 😉

Apropos Kühlbox – was wir essen

Abrahams Küche
Abrahams Küche

Unser Leben läuft momentan so ab: Wir stehen gegen 6, halb 7 auf – wenn die Sonne aufgeht, quasi. Wir gehen gegen 20 Uhr ins Bett. Was soll man auch ohne Licht groß machen? Außerdem sind die Mücken hier eine Plage. Wir leben mit der Sonne. Wir fahren weiterhin von Rastplatz zu Rastplatz und haben bisher (und werden’s auch weiterhin schaffen) noch kein einziges Mal Geld fürs Campen ausgegeben. Whoop whoop. Es gibt relativ viele rest areas, an denen Campen erlaubt ist. Nützlich ist hier auch die App Wiki Camps – ein tolles crowd-Projekt. Dort sind alle Plätze eingezeichnet, auf denen Camping erlaubt ist, ob ein Klo und/oder sogar eine Dusche dabei ist, es Bäume und somit Schatten (!!!) gibt etc. Man lernt auf diese Weise unzählige Camper kennen – so auch unsere Kiddis: zwei unabhängig voneinander reisende Pärchen (zw. 18 und 21 Jahre jung), mit denen wir die ein oder andere Nacht verbracht haben, bzw. auch Schnorcheln waren! Irgendwie kochen die aber alle nicht so richtig?! Na, wir beiden Muddis schon. Da gibt’s dann auch gern mal Pfannkuchen zum Frühstück am 1. Advent, Käsespätzle, Hühnchen-Reis-Pfanne mit viel Gemüse, Blumenkohl-Nudeln, Knoblauchbrot uvm. Kulinarische Highlights mit dem Campingkocher. Yummie… 🙂

Saubere Klos, Infos wie Sand am Meer und öffentliche Gasgrills

Süßes Känguru
Süßes Känguru

Wasserfall in den Tablelands

Australien bietet wirklich viel. Wir sind echt begeistert, was der Staat den Campern hier alles zur Verfügung stellt. Manche Klos sind echt sauber – auch Plumpsklos 🙂 Andere wiederum stinken schon 10 Meter gegen den Wind. Aber man gewöhnt sich als Camper an so einiges 😉 Ganz oft findet man hier an Rastplätzen einfach Gasgrills, die man verwenden kann. Die sind auch meist echt nicht dreckig und funktionieren! Was mich aber v.a. begeistert, sind die vielen Info-Center. In jedem noch so kleinen Dorf bekommt man massig Broschüren und Infos über die Region. Kommt uns gerade recht, schließlich haben wir morgens nie nen Plan, wo wir hinfahren und was es so zu sehen gibt 🙂 Reisende eben, keine Urlauber 😉

Seitdem wir aus dem outback raus sind, treffen wir plötzlich so viele Menschen… und man trifft sich auch immer wieder zufällig. Camper unter sich eben. Nach knapp 2 Wochen Aufenthalt im menschenleeren outback tut uns das aktuell aber auch echt gut. Über eine super witzig geteerte Straße (teilweise nur einspurig mit relativ steilen Abhängen links und rechts; wenn einer entgegen kommt, wirds also eng) kamen wir nach Karumba. Dort warteten gefühlt 500 Kängurus auf uns. Sie saßen da einfach am Straßenrand und sahen so so süß aus… Bei der Gelegenheit kauften wir uns beim ansässigen Dorfmetzger (und -Fischer) noch Baramundi-Filet (Barsch-Art, dort an der Nordküste häufiges Vorkommen). Den hatten wir schon bei unserem unterirdischen Essen in Coober Pedy probiert und für lecker empfunden. Welcher Camper bereitet sich schon frischen Fisch zu? 😉

Wasserfälle, Regenwald & wildgewordene Vögel

Wasserfall in den Tablelands
Wasserfall in den Tablelands

Die Tablelands, das – meiner Meinung nach – australische Paradies. Ja gut, die Sandstrände und das blaue Meer sind super schön, nur leider kann man nicht wirklich ins Meer gehen. Warum? Ihr denkt sicher Quallen… Ja, wenn’s nur die wären. Da wären noch Haie und v.a. Krokodile… Ich war also noch kein einziges Mal in Australien im Meer schwimmen. Und das wird sich auch nicht ändern… In einigen Städten hier an der Ostküste gibt’s dafür Lagoons – gratis Schwimmbäder mit Sandstrand. Na, immerhin… Die sind aber ziemlich cool. Auch immer mit gratis Dusche dabei 😉

Regenwald in Australien
Regenwald in Australien

Die Tablelands also… diese Geräuschkulisse, wenn ihr durch den Regenwald spaziert ist einfach unbeschreiblich toll. Gut, manchmal hatten wir da schon auch ein bisschen Schiss vor den wildgewordenen Vögeln, den cassowarries, vor denen uns alle warnen. Sie könnten einen töten… Uns ist leider/Gott sei Dank kein ausgewachsener dieser Vögel begegnet. Nur ein „chick“, ein Baby. Diese Babys sind allerdings auch fast so groß wie wir 😉

Die Tablelands bestehen also quasi nur aus Regenwald. Und in Regenwäldern lassen sich auch meist viele Wasserfälle finden. Vor allem der Daintree National Park, Milla Milla und Yungaburra mit dem riesen Cathedral Fig Tree sind einen Besuch wert. Um diesen Baum mitten im Regenwald umarmen zu können, braucht es 40 Leute, die sich an der Hand nehmen… Dort hab ich dann sogar ein rat kangaroo entdeckt – sieht aus wie eine kleine Ratte, dieses Känguru 😉 So sind wir also von Regenwald-Tour zu Wasserfall gekurvt in den letzten Tagen, bevor wir uns der Ostküste, genauer Cairns, näherten. Cairns ist ein süßes Städtlein, das uns sogar gefallen hat. Muss wohl an der Lagune und einem Restaurant am Hafen (Ochre) liegen, in dem wir erstmal Känguru und Krokodil verkosteten. Känguru schmeckt übrigens vorzüglich.

Die missglückte Jobsuche

Gemütliches Campingbett
Gemütliches Campingbett

Wir hatten uns ja vorab das work & travel Visa geholt, um – für den Fall, dass wir was finden – arbeiten zu können. Also haben wir uns in den Tablelands auf die Suche gemacht. Für ein paar Tage nen Job zu finden, hat sich allerdings als schwierig bzw. unmöglich herausgestellt. Wir hätten uns irgendwie gefreut, mal ein paar Mangos oder Bananen zu pflücken, aber sollte wohl nicht sein… Da Australien super teuer ist, hätten wir uns auch über eine kleine Aufstockung der Reisekasse gefreut. Allerdings mussten wir jetzt, nach genau 3 Monaten, eh feststellen, dass wir super im Budget liegen. Während wir im ersten Monat in Südafrika/Namibia nur 74 % unseres Monatsbudgets brauchten, waren es im teuren Australien immerhin auch nur 84 %. Whoop whoop. Mit Geld umgehen können wir! 😉 Danke Muddis, danke Omi! 😉

Nichtsdestotrotz ist Neuseeland exorbitant teuer und ein Camper für uns unleistbar. Schade, wir vermissen das Campen jetzt schon. Es wird also ein kleines Auto. Und wir werden wieder zu Carpackern. Über Silvester haben wir ein Haus ergattert, für das wir nichts zahlen müssen. Housesitting quasi. Die Besitzer sind nicht da, wir passen auf die Hunde und Katzen im Haus auf 😉 Bald sind wir also Tier- und Hausbesitzerinnen 😉 Ich werde berichten!

Ho Ho Ho, es weihnachtet sehr. NOT.

Abrahams Adventskalender
Abrahams Adventskalender

So wirklich in Weihnachtsstimmung bin ich ja noch nicht. Ok, in den Läden läuft Last Christmas und Rudolph, aber irgendwie fehlt die Kälte. Es ist heiß… Und wenn man am 2. Advent mit Rock und Flip Flops durch die Gegend läuft, stimmt für mich was nicht. Egal mit welchem Aussie ich spreche – die haben alle noch nie Schnee in ihrem Leben gesehen.

Wir versuchen aber, Weihnachten so gut es geht in unser Camping-Leben zu integrieren. Unser Camper ist mit einem selbstgebastelten Adventskalender geschmückt. Gebastelt haben wir auf einem Rastplatz neben der Autobahn. Und zwar Sternchen, die jetzt auf Socken kleben, die wiederum an unserer Wäscheleine hängen. Gefüllt sind die natürlich nicht mit Schokolade. Wär ja komplett bescheuert?! Danach müssten wir all unsere Socken wegschmeißen, weil sie total von Schokolade verklebt wären. Nein, nein. Bei unserem Adventskalender handelt es sich um einen gesunden Adventskalender. In jeder Socke befindet sich ein Zettel, auf dem ein Lebensmittel steht. Um dieses Lebensmittel drum herum bauen wir dann ein Gericht für den jeweiligen Tag. Schokolade kann ja jeder… 😉

Hilfe, es brennt

Feuer direkt neben der Straße
Feuer direkt neben der Straße

Nachdem wir auch schon die Notrufnummer (000) rufen mussten, weil wir einen Waldbrand genau neben unserem Schlafplatz entdeckt hatten, jagt uns Feuer mittlerweile keine Angst mehr ein. Es brennt hier einfach überall. Also wirklich. Teilweise sieht man am Horizont drei verschiedene Rauchwolken aufsteigen. Wir müssten quasi in Dauerschleife mit der 000 verbunden bleiben, um alle Bush fires melden zu können. Die Leute hier sind’s gewohnt. Oft werden Brände auch einfach absichtlich gelegt, um später andere etwaige Brände aufzuhalten (durch runtergebrannte Flächen). Oder aber Brände werden wohl beobachtet (oder auch nicht) und erst dann gelöscht, wenn unmittelbare Gefahr für Städte besteht. Wasser ist den Australiern fürs Löschen von Bränden zu kostbar. Als wir vor ein paar Tagen sehr nah an einem Feuer vorbei fuhren, wurd mir allerdings kurz auch echt heiß. Es war zu spüren 😉

Achso und Asche im Bett ist nichts Ungewöhnliches. Da macht man die Haustür auf, flattert Asche vom Dach ins Bett. Das erste Mal hatte ich mich noch gewundert, wo die Asche in meinen Klamotten plötzlich herkommt 😉 In Australien regnets Asche.

Nemo & Dori

Sicht aufs unsichtbare Great Barrier Reef
Sicht aufs unsichtbare Great Barrier Reef

Ja, ich bin mit Nemo und Dori geschwommen. Erst hab ich Dori getroffen, die sich glatt 3 Mal bei mir vorgestellt hat. Und dann kam da auch Nemo an. Es war toll. Mega mega awesome! Ich war Schnorcheln am Great Barrier Reef. Diese unzähligen Fische und Korallen waren einfach atemberaubend schön. Wir (Katja, ich und eines der beiden deutschen Pärchen: Nikki & Leo) haben eine Tour mit Silversonic von Port Douglas aus gebucht. Auf unserem Schiff waren wohl 79 Passagiere (hat sich nach weniger Menschen angefühlt), die eine Hälfte ging Tauchen, die andere Schnorcheln. Essen war inkludiert. Bezahlt haben wir für die Tour ein Vermögen, aber es hat sich gelohnt. 8 Stunden voller Sonne, Schnorcheln & Essen. 75km raus aufs offene Meer, hin zu 3 Riffs. Jeweils Schnorchel-Gänge von 1,5 Stunden. Ich und v.a. meine Beine waren danach tot. Es wird aber definitiv eine Wiederholung geben! Das nächste Mal vielleicht sogar mit Tauchgang 🙂 Zuvor hatte ich mir natürlich – wie immer – meinen Kopf über mögliche Barrieren zerbrochen. Auch wenn die Jungs mir zuvor schon erklärt hatten, wie der Hase läuft… Alles in allem war’s kein Problem: ins Meer konnte man via Stufen gelangen und das Bewegen im Ganzkörperkondom war auch easy 😉 Das Paddeln mit den Flossen war anstrengend, aber machbar. Nur einmal bin ich mit Katja abgedriftet. Vor 100en von Nemos und Doris haben wir die Strömung gar nicht mitbekommen. Naja, musste ich eben einem lifeguard winken, damit er mich wieder zurückholt! Er hat sich über was zu tun gefreut 😉 Ich hatte übrigens einen roten Schnorchel, damit sie mich im Blick hatten, falls irgendwelche Muskeln versagten oder so. Ich wurde also gut umsorgt! Aber war ja nix 😉

Was sonst noch so passiert ist

Schwimmen im See
Schwimmen im See

Ich bin hingefallen, einmal aufm Rastplatz vorm Klo (es war dunkel und da war eine blöde giftige Kröte) und einmal mitten auf’m Marktplatz. Da waren meine neuen Flip Flops schuld! Definitiv. Aber krass, alle möglichen Leute kamen sofort herbeigestürmt, um mir aufzuhelfen. Eine alte Frau brachte mir sogar ihren (Verkaufs-)Stuhl. Die dachten wohl alle, es wäre mein Kreislauf. Ich musste mich und meine Muskeln dann erstmal erklären 😉 Ich war krass beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Australier!

Ich schaff’s mittlerweile allein ins Bett! 🙂 Lang hat’s gedauert, aber mittlerweile schaffen’s meine Beine alleine, die Kraft aufzubringen, um die hohe Stufe hoch in unseren Abraham zu bezwingen. Ich bin stolz auf mich. Eine weitere Hürde erklommen! 😉

Wasserfall in den Tablelands
Wasserfall in den Tablelands

Abartigste Dusche auf Erden gesichtet und genutzt. In Kairi (Tablelands) haben wir die Nacht auf einem kostenlosen Campingplatz verbracht und sind abends noch im Hotel dort im Dorf was trinken gegangen. Ahnungslos (wir hatten einen Tipp bekommen) fragten wir, wo wir denn hier im Dorf am nächsten Morgen duschen könnten. Daraufhin bekamen wir sofort angeboten, die Gemeinschaftsdusche im Hotel zu nutzen. Wir freuten uns. Bis uns am nächsten Morgen das Lachen verging. Versifft und verranzt – die Wörter reichen wohl nicht mehr aus, um das Bad zu beschreiben. Mehr will ich dazu auch gar nicht mehr sagen 😉 Immerhin waren wir duschen…

Fragen, die mich bewegen:

  • Sind Ameisen nach Erdbeben selbstmordgefährdet? Schließlich stürzen ihre Hügel alle ein…
  • Warum sind Menschen solche Idioten? Ich mein, ich mag keine Ameisen. Aber wem einfällt, über einen Ameisenhügel ein Shirt/BH/Hose zu stülpen, dem wünsch ich eine komplette Kolonie ins Klo!
  • Was machen die vereinzelten Solarplatten mitten in der Wüste? 100 km drum rum nix. Wem/was dienen die?
  • Haben Ameisen Freunde, oder werden sie von allen gehasst?
  • Warum interessieren die Buschfeuer hier niemanden?
  • Warum sind die Tablelands so hügelig? Dem Namen nach zu urteilen, würde ich davon ausgehen, dass es sich um Flachland handelt. Falsch. Viele, viele Berge. Die Antwort auf meine Frage hab ich von einem netten Australier bekommen: Die Tablelands heißen so, weil sie ca. 700 Meter höher liegen als Cairns und somit der Küste.
  • Wie zum Teufel bekommen wir unser blödes Opal noch aus dem Stein geklopft? Hammer kaufen is auch irgendwie blöd… Ideen?

Abraham, oh Abraham

Wir werden unseren Abraham schrecklich vermissen. 5 Wochen lang hat er uns begleitet, durch Hitze und Kälte. In letzter Zeit gibt er täglich ein neues Geräusch von sich, was uns dann doch zu Denken gibt. Wir hoffen, er schafft’s noch bis Brisbane. Nach Sydney fliegen wir dann und sagen bye bye Camper-Dasein.
Obwohl unser Abraham noch so klein ist, ist er Küche, Schrank, Schlafzimmer und Wohnzimmer in einem. Selbst Gäste können wir empfangen 🙂

Liegen die Kissen hinten bei der Küche, ist Schlafen angesagt. Sind sie vorne gleich hinter den Sitzen platziert, ist das Wohnzimmer eingerichtet. Tagsüber dient das Bett als Ablagefläche, nachts sind Klamotten & Co. auf den Sitzen. Ich finde, wir sind ziemlich gut organisiert in unserem Minivan. Übrigens kann Abraham nicht schneller als 80. Dafür darf er bei 40 schon in den 5. Gang – alles andere hört sich sehr sehr krank an… 😉

Rex, Diggy & die Motorsäge

Und um jetzt noch Licht ins Dunkel der Ersten Zeilen zu bringen: Rex ist ein wohl berühmter Hund mit Facebook-Seite, der auf besagtem Rastplatz von morgens um 6 bis abends um 5 mit den Leuten abhängt. Er gehört wohl zu einer Farm, die einige Kilometer entfernt ist. Woher ich das weiß? Diggys Herrchen hat mir das erzählt. Diggy ist der Hund von einem älteren Mann, der dort neben dem Fluss in seinem Wohnwagen wohnt. Diggy wurde vor einer Woche angefahren, weshalb er hinkt und ständig beschützt werden muss. Diggy saß eines Tages, nachdem der Mann seinen Reifen am Straßenrand wechseln musste, einfach auf dem Beifahrersitz. Seitdem sind die beiden unzertrennlich. Die ganze Geschichte hat mich irgendwie zu Tränen gerührt. Leider hat er nicht genug Geld, um die OP für Diggy zu bezahlen…

Quer durch Australien
Quer durch Australien

Jetzt denkt aber mal nicht, dass ich mich einwickeln hab lassen 😛 Der Gute hat nichts von allein erzählt, ich musste alles erfragen 😉

Heute Morgen dann kurz die Schreckenssekunde: nichtsahnend stehen wir auf, plötzlich schmeißt unser Nachbar die Motorsäge an und geht in Richtung eines anderen Nachbars. Er stand da einfach nur, vor dem Zelt des anderen Campers… Nachbarschaftsstreit auf Campingplatz? Nicht ganz sauber sind die Leute hier… Der Verrückte wohnt wohl auf dem Rastplatz und ein Eintags-Camper hat wohl unwissend in seinem Garten gezeltet. Wir haben schnell unsere sieben Sachen gepackt und sind auf und davon…

Mittlerweile sind wir kurz vor Brisbane, heute regnets schon den ganzen Tag dahin. Dabei sind wir doch an der Sunshine Coast angekommen. Irgendwie ironisch… 😉 Wenigstens ist es nicht mehr so brechend heiß.

Damit verabschiede ich mich und wünsche euch weiterhin eine schöne Vorweihnachtszeit! Grüße vom wohl süßlichst riechenden Rastplatz Australiens.

Eure Kathi

PS: These mountains that you are carrying, you were only supposed to climb.

Post Autor
Kathi

Kathi - immer fröhlich, gut gelaunt und meist mit einem Lächeln auf den Lippen anzutreffen. Verliebt in Spanien, leicht zum Lachen zu bringen, optimistisch und pünktlich...



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