Immer dauerhaft erreichbar und plötzlich ist Kathi offline

Das Phänomen der dauerhaften Erreichbarkeit – nicht nur der Titel meiner kürzlich eingereichten Masterarbeit im Fachbereich Kommunikationswissenschaft, sondern auch absolut zutreffend für mich selbst. Auch wenn mein Smartphone die meiste Zeit lautlos ist und nicht vibriert, bin ich dauerhaft erreichbar – schließlich liegt es meist neben mir. Meine Freunde & Bekannten wissen, dass sie mich fast zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichen können bzw. ich Nachrichten quasi in Echtzeit lese 🙂

Ob dauerhafte Erreichbarkeit nun gut oder schlecht ist und welche Auswirkungen das so mit sich bringt, habe ich lange und breit in meiner Masterarbeit diskutiert und möchte das hier nun eigentlich nicht auch noch machen. Und warum genau fange ich dann mit dem Thema an? Nun ja, im September starte ich meine große Tour und werde dann von heute auf morgen plötzlich nicht mehr dauerhaft erreichbar sein. In Namibia oder Costa Rica hab ich dann eben nur noch ab und an Internet. Vorstellen kann ich mir das noch nicht wirklich.

Von Zeit zu Zeit offline

Blick aufs große weite Meer in Istrien, Kroatien
Blick aufs große weite Meer in Istrien, Kroatien

Ab und zu mag ich das ja ganz gerne, mal nicht erreichbar zu sein, zum Beispiel wenn ich mit meiner lieben Freundin Agi mal wieder einen kleinen Kroatien-Urlaub im Nirgendwo mache. Eigentlich bin ich da immer ganz froh, dass es so etwas wie WLAN dort nicht gibt, somit ist die Möglichkeit gar nicht erst gegeben, mal eben Facebook zu checken, oder eine Mail zu schreiben. Im untersten Zipfel von Istrien gibt es für mich dann immer nichts entspannenderes als offline zu sein. Passiere was wolle in der Online-Welt. Kathi ist offline.

Sobald ich dann das mobile Netz auf dem Rückweg in die Zivilisation wieder aktiviere, trudelt eine Nachricht nach der Anderen ein und ich stelle fest, dass nichts Weltbewegendes passiert ist und es auch gar nicht so schlimm ist, mal ein paar Tage nicht erreichbar zu sein. Aber dass das in naher Zukunft zu einem Dauerzustand werden kann, ist momentan noch unvorstellbar für mich.

Verpasse ich was, wenn ich offline bin?

Zu Hause in Salzburg, in meinem gewohnten Umfeld, kann ich das nämlich nicht: Handy weglegen, Laptop zuklappen und offline sein. Ich könnte ja etwas verpassen… Und da bin ich auch schon beim Stichwort: NoMoPhobie – die Angst nicht über das Handy erreichbar zu sein. Ob ich es bei mir als Angst bezeichnen würde, weiß ich nicht. Fest steht jedoch, dass ich mein Handy brauche. Und sei es nur, um wieder ein neues Essens-Foto auf Instagram zu posten. Ohne mein Handy fühle ich mich (momentan noch) aufgeschmissen.

Gerade sitze ich zum Beispiel auf meinem Balkon in Salzburg – bei Kerzenschein – und schreibe vor mich hin. Mein Handy liegt natürlich neben mir und mein MacBook ist selbstverständlich mit dem Netz verbunden. Dabei könnte ich viel konzentrierter texten, nur mit dem Rauschen des kleinen Bächleins, das durchs Nonntal fließt und den Straßenlärm komplett verschlingt…

Ich glaube, ich bin eine Sklavin der digitalen Medien, der Dauervernetzung. Vielleicht kann ich mich in dem Jahr, das ich unterwegs sein werde, etwas davon entwöhnen. Noch schlimmer als mich wird es allerdings meine Mutti treffen. Seitdem sie die Vorzüge des Smartphones kennengelernt hat, kann sie sich keinen Tag ohne eine WhatsApp Nachricht von mir mehr vorstellen. Aber da muss Mutti wohl durch. Nichtsdestotrotz werde ich aber versuchen, euch so oft wie möglich upzudaten. Ihr wollt ja wissen, where Kathi is… 🙂 Außerdem möchte ich nicht riskieren, dass auf dem Blog irgendwann nur noch rosa Einhörner rumhüpfen. Das wurde mir nämlich von meinen Kollegen angedroht, falls ich den Blog nicht aktuell halte 🙂

Eure Kathi

 

 

Post Autor
Kathi

Kathi - immer fröhlich, gut gelaunt und meist mit einem Lächeln auf den Lippen anzutreffen. Verliebt in Spanien, leicht zum Lachen zu bringen, optimistisch und pünktlich...


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